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S3D Stereoskopie Kamera-Rig.

»Das wichtigste war, absolut präzise Rigs zu entwickeln, die stets reproduzierbare Ergebnisse liefern. Damit erhält man nicht zufällig gute S3D-Bilder, sondern man kann die Aufnahmen nach den Prinzipien der Stereoskopie genau berechnen und im Vorhinein planen«, erklärt Röck den gemeinsamen Ansatz. Da man keine Kompromisse machen wollte und beabsichtigte, die ganze Vielfalt der Einstellungsgrößen zu nutzen, war somit von Anfang an klar, dass man neben parallelen Aufbauten der Kameras auch ein Spiegel-Rig entwickeln musste.

Hilfe erhielten Stegemann und Röck dabei von dem Feinmechaniker Peter Kirbach. Als Grundgerüst verwendete man Aluminiumprofile, da sie eine hohe Formfestigkeit besitzen. Für die anderen Bauteile setzte man auf eine hochwertige Stahllegierung und Feinmechanik. »Oberste Priorität war es, ein Rig zu bauen, das absolut präzise ist. Bei dem wir in der Nullposition, wenn beide Kameras übereinander stehen, zwei deckungsgleiche Bilder erhalten,« so Dieter Stegemann. »Dazu mussten wir Verfahrenstechnik einsetzen, die sich im ?-Bereich bewegt.« Obwohl das Spiegel- Rig für eine Stereobasis von 0 bis 12 Zentimeter ausgelegt ist, wiegt es dennoch nur zehn Kilogramm. »Somit kann man es gut auf einen Kran oder einen Dolly setzen und damit problemlos Fahrten drehen,« berichtet Frische von den bisherigen Erfahrungen.

Die Eigenentwicklung der Rig-Technik, neben dem Spiegel-Rig erstellte man noch zwei Parallel-Rigs mit einer Stereobasis von 12 bis 60 Zentimeter, hat nicht nur finanzielle Vorteile gegenüber dem Einkauf fertiger Technik, sie bereitete auch intensiv auf die kommenden Dreharbeiten vor. »Man weiß dann schon von den Testaufnahmen, wie das Rig funktioniert und was geht oder was nicht geht,« stellt Stegemann fest. »Wir sind nicht abhängig von einem Hersteller und nicht auf einen bestimmten Kameratyp festgelegt. Wenn wir andere Kameras verwenden wollen, bauen wir die Rigs um oder konstruieren einfach ein neues.«